Aktuelle Projekte

DEUTSCHLAND

Sprachmittlerfonds zur ambulanten Psychotherapie mit Geflüchteten


Über eine Million Menschen suchen seit 2015 Schutz in Deutschland. Besonders die Fluchtursachen sowie die Umstände der Flucht bedingen, dass diese Gruppe von Schutzsuchenden ein erhöhtes Risiko hat, an einer psychischen Erkrankung zu leiden. So ist laut internationaler Überblicksarbeiten und Metaanalysen davon auszugehen, dass 34% der Geflüchteten an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) und 20 bis 40% an einer depressiven Störung erkrankt sind. Dennoch ist die psychotherapeutische Versorgung dieser Patientengruppe bislang größtenteils unzureichend. Ein wesentlicher Faktor stellt hierbei das Überwinden von Sprachbarrieren dar. Um erfolgreich psychotherapeutisch mit Geflüchteten zu arbeiten, bedarf es in den meisten Fällen dem Hinzuziehen einer Sprachmittlung. Auf diese besteht allerdings im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung laut Sozialgesetzbuch fünftes Buch (SGB V) kein rechtlicher Anspruch. Vielmehr kann der Anspruch im Einzelfall geprüft und entschieden werden – ein Vorgang der meist mit hohem bürokratischen Aufwand sowie langen Wartezeiten verbunden ist.

Um diese Versorgungslücke zu schließen, hat das Team von Wiwo e.V. 2021 in Kooperation mit der psychotherapeutischen Universitätsambulanz der Universität des Saarlandes einen Hilfsfonds ins Leben gerufen, mittels dessen Sprachmittlungskosten im Rahmen der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung von Geflüchteten unbürokratisch übernommen werden können.

Betroffene Therapeut*innen im ambulanten Setting sowie Geflüchtete, die einen Therapieplatz suchen, können sich jederzeit an uns wenden.


UGANDA

Bau eines Mädchen-, Schlaf- und Seminarhauses in Mpigi


Einer unserer größten Erfolge der letzten Jahre ist es, dass mittlerweile genauso viele Mädchen wie Jungen einen Abschluss an unseren Partnerschulen in Mpigi (Uganda) erreichen. Dennoch stellen wir immer wieder fest, dass die schulischen Leistungen der Mädchen hinter denen der Jungs zurückbleiben. Hintergrund sind zu einem großen Teil die kulturellen Gegebenheiten vor Ort.

Im ländlichen Uganda ist es üblich, dass bereits junge Mädchen umfangreiche Aufgaben im Haushalt übernehmen und sich um die Versorgung jüngerer Geschwister kümmern. Oftmals bleibt daher nur wenig Zeit, sich neben den Pflichten des Alltags dem Lernen zu widmen.

Um diesem Problem zu begegnen und unseren Schülerinnen einen sicheren und ungestörten Raum zum Lernen und Leben zu bieten, errichtet Wiwo e.V. in Zusammenarbeit mit der Abato Foundation das 'Girls House‘ an unserer Partnerschule.
Seit 2019 können die Mädchen hier ungestört lernen, werden von Vertrauenslehrerinnen begleitet, können sich mit Gleichaltrigen austauschen und finden Zuflucht, um einen kindgerechten Alltag zu verbringen. Neben Räumlichkeiten zum Lernen und Verweilen, stehen hier auch 40 Schlafplätze zur Verfügung. Diese werden von Mädchen genutzt, die entweder einen sehr weiten Schulweg haben oder die im eigenen zu Hause unter sehr prekären Bedingungen leben.


UGANDA

Gesundheitszentrum in Tiiti


Unsere Partnerschule Tiiti Parents School liegt im sehr ländlichen Kyriandongo – einer stark von Armut betroffenen Region Ugandas, in der kaum medizinische Versorgungseinrichtungen angesiedelt sind. Um die gesundheitliche Versorgung unserer Schulkinder sowie der Bevölkerung in den angrenzenden Dörfern zu verbessern, entsteht 2019 auf dem Schulgelände der Tiiti Parents School ein Gesundheitszentrum. Hierbei handelt es sich um die einzige medizinische Versorgung im Umkreis von rund 20km.

Neben der Erstversorgung von Malaria und anderen Tropenkrankheiten können so kleinere Verletzungen direkt versorgt werden. Zudem können Schwangere vor und während der Geburt betreut werden, es werden Impfungen durchgeführt und es findet täglich eine medizinische Sprechstunde statt, die von rund 30 Patientinnen und Patienten pro Tag genutzt wird.


UGANDA

Brunnenbau und Toilettenanlagen


Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen ist besonders im ländlichen Uganda nach wie vor prekär. Wir begegnen diesem Problem mit der Bereitstellung von Brunnen und Toilettenanlagen in abgelegen Dörfern.

Der Bau wird durch die lokale Organisation RHCF begleitet und in Zusammenarbeit mit freiwilligen Helfern aus der Dorfgemeinschaft durchgeführt. Um die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern, wird darüber hinaus an der Schule ein Gremium benannt, das für die Wartung und Instandhaltung der Toilettenanlagen und des Brunnens verantwortlich ist.

Zudem verpflichtet sich die Dorfgemeinschaft monatlich einen kleinen Beitrag anzusparen, um evtl. anfallende Reparaturen selbstständig organisieren zu können. Hiermit soll eine langfristige Abhängigkeit von Wiwo bzw. RHCF verhindert werden.


UGANDA

Detroit Junior School



Gemeinsam mit der ugandischen NGO Kyaffe retten wir im Februar 2021 eine Grundschule im ländlichen Nyondo vor dem aus. Die finanziellen Einbußen bedingt durch Schließungen im Rahmen der Covid-19 Pandemie haben die einzige Grundschule im Ort in den finanziellen Ruin getrieben.

Eine Schließung der Schule hätte den Zugang zur Bildung für Kinder aus insgesamt 8 Dorf-Communities beendet. Durch schnelle und unkomplizierte Hilfe haben wir es geschafft, die Schule zu erwerben. Betreut durch unseren Projektpartner Kyaffe können nun die rund 130 Schülerinnen und Schülern weiterhin zur Schule gehen.

Neben den bereits bestehenden Schulgebäuden wollen wir in naher Zukunft weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur an der Detroit Junior School umsetzen. Weitere Info’s folgen.